Was ist das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF)?
Das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) wurde von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelt, um die globale Steuertransparenz in Bezug auf Transaktionen mit Kryptowerten zu fördern.
Der Ansatz für CARF sieht vor, dass bestimmte Anbieter von Kryptodienstleistungen wie PayPal bestimmte Kryptokontoinhaber, die in einem meldepflichtigen Staat steuerlich ansässig sind, identifizieren und melden.
PayPal erfasst, prüft und klassifiziert Kundendaten, um festzustellen, welche Kryptokonten direkt oder indirekt von CARF-meldepflichtigen Nutzern* gehalten werden und gemeldet werden könnten. Wenn PayPal aufgrund der Analyse von Informationen zum Kontoinhaber und/oder zur Geschäftseinheit feststellt, dass ein Konto gemäß CARF meldepflichtig ist, ist PayPal verpflichtet, Informationen an die luxemburgische Steuerverwaltung (Administration des Contributions Directes, ACD) zu melden, die diese Informationen dann an andere zuständige Steuerbehörden weitergeben kann.
Bei den meldepflichtigen Informationen handelt es sich in der Regel um Kundeninformationen (z.B. Name, Adresse und Steuernummer (TIN) o.ä.) und aggregierte Transaktionsinformationen für verschiedene Arten von Kryptokäufen, -veräußerungen und -transfers. Nach CARF ist in den meisten Ländern eine jährliche Meldung erforderlich.
* Meldepflichtiger Nutzer bezeichnet eine natürliche oder juristische Person, die in einem anderen meldepflichtigen CARF-Mitgliedstaat als den folgenden ansässig ist:
i. ein Unternehmen, dessen Aktien regelmäßig auf einem oder mehreren etablierten Wertpapiermärkten gehandelt werden;
Ii. ein Unternehmen, das ein verbundenes Unternehmen eines in Klausel i. beschriebenen Unternehmens ist;
iii. eine staatliche Einrichtung;
iv. eine internationale Organisation;
v. eine Zentralbank; oder
vi. ein Finanzinstitut (mit Ausnahme bestimmter verwalteter Investmentgesellschaften).